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Ein Einblick in den Alltag eines Digitalen Nomaden: Vorteile und Schwierigkeiten von Remote Work

Arbeiten in Mexiko als Digitaler Nomade

Von Cancún über Mérida nach Cozumel und wieder zurück. Stellen Sie sich vor, Sie könnten all diese Orte während ihrer Arbeitszeit genießen und in den schönsten Gegenden der Welt arbeiten. Diese Vorstellung ist es, die digitale Nomaden umtreibt. Aber ist es wirklich so einfach und ist der Traum vom globalen Arbeitsplatz so erstrebenswert, wie Instagramfotos mit dem Laptop in der Hängematte vor weißem Sandstrand es vermuten lassen?

„In einem sonnigen Café zu sitzen, statt im regnerischen Deutschland, hebt definitiv die Arbeitsmoral.“

Innerhalb von nur vier Wochen hat unser Social Media Manager Jan Niklas Kahoun seine Reise nach Mexiko geplant. Einen Monat lang war das fremde Land sein Arbeitsplatz. Anreiz dafür war nicht nur im Urlaub die Welt zu erkunden, sondern auch während der Arbeitszeit ein neues Lebensgefühl zu erfahren. „Wir hatten nicht nur eine Station, sondern sind auf der Halbinsel Yucatán herumgereist – entlang der Riviera Maya, aber auch ins Landesinnere, um das Leben in Mexiko hautnah mitzuerleben.“

Zu allererst muss der Arbeitgeber offen für diese flexible Arbeitsweise sein, denn der Faktor der Zeitverschiebung sorgt dafür, dass manche Meetings nicht in gewohnter Art stattfinden können. Dass Remote Work von zu Hause aus funktioniert, hat die Coronapandemie bewiesen. Arbeitgeber sind mittlerweile offener für flexiblere Arbeitsweisen, sei es Home Office in Vollzeit oder Hybridmodelle. Ist diese Hürde überwunden, steht der Arbeit im Paradies nichts mehr im Wege, oder?

„Es kommt auf die Tagesplanung an.“

Schnell stellte sich heraus, dass die Vorbereitungszeit von vier Wochen nicht ausreichte, um die ersten Schritte als digitaler Nomade zu gehen. Die Idee war es, sich nicht der Zeitverschiebung anzupassen, sondern mehr oder weniger weiterhin nach deutscher Zeit zu arbeiten. Das bedeutete, abends anzufangen, ein paar Stunden zu schlafen und früh wieder aufzustehen. Mittags blieb Zeit für ein Nickerchen, dann wollte das Land erkundet werden. „Heute würde ich meine Termine anders legen und an einem Stück arbeiten. Für ein paar Wochen hat diese Aufteilung gut funktioniert, aber es ist keine dauerhafte Lösung. Keinen regelmäßigen 8-Stunden-Schlaf zu haben ist kräftezehrend.“

Das Stichwort ist Planung: „Der Tag muss ordentlich aufgeteilt sein.“ Auch die Freizeit muss gut durchdacht sein: Ob schnorcheln auf Cozumel oder Street-Food Köstlichkeiten in Mérida – besonders, wenn die Zeit begrenzt ist, gilt es, Ausflüge gut durchzutakten. Das klingt weniger nach Traumurlaub mit Laptop am Strand und mehr nach einem Lifestyle für leidenschaftliche Abenteurer, die viel Wert auf Organisation legen. „Es ist mit Stress verbunden – aber es ist positiver Stress.“

„Eine funktionierende Internetverbindung aufzubauen, war die größte Herausforderung.“

Trotz aller Planung kann etwas schiefgehen: „Beim WLAN muss man sich auf die Inserate der Hotels oder Ferienwohnungen verlassen. Das funktioniert nicht immer.“ Die größte Schwierigkeit, wie Nik schnell bemerkte, war es, eine ordentliche Internetverbindung aufzubauen – ob in Touristenhochburgen oder abgeschiedenen Teilen des Landes. „Besonders außerhalb der touristischen Gebiete habe ich für eine einfache Google-Suche bis zu 2 Minuten gewartet, bis der Browser geladen hat.“ Als Digitaler Nomade ist Internet die wichtigste Ressource und das, was das Reisen während der Arbeitszeit überhaupt ermöglicht. Ohne Plan B geht nichts. Nik konnte mit AnyDesk eine Remote-Verbindung zu seinem PC in Deutschland aufbauen, dessen Internetanbindung um einiges besser war. Aber nicht nur die virtuelle Verbindung zählt. „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man unbedingt einen passenden Adapter braucht.“

„In Zukunft würde ich einiges anders machen.“

Wie sieht die Zukunft der digitalen Nomaden nun aus? Prinzipiell hoffnungsvoll: In den USA allein ist die Anzahl an Menschen, die sich als Digitale Nomaden bezeichnen, in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 50 % gestiegen. Für jedermann ist der Lebensstil jedoch nicht. Der Erfolg hängt auch vom Job des Einzelnen und dessen persönlicher Definition des Lebensstils ab. Für einen mögen ein paar Tage an einem Ort genügen, doch besonders dann müssen Planung und Organisation den höchsten Stellenwert haben – auf Kosten des Equipments. „In meinem Beruf genügt ein Rechner mit Internetanbindung“, sagt Nik. Auf Luxusgüter, die der Gesundheit dienen wie ergonomische Bürostühle und Tische, muss verzichtet werden. Ein Kompromiss hierführ sieht Nik einerseits in längerfristigen Aufenthalten oder in Co-Working-Spaces: „Wenn man länger an einem Ort bleibt, hat man eine ganz andere Herangehensweise. Als ich in Thailand war, habe ich eine Woche lang in einem Shared Office gearbeitet.“ Hier können nicht nur Büroausstattung und Arbeitsplatz gemietet werden, es kommen auch verschiedenste Menschen zusammen, um sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

„Die Kommunikation läuft eigentlich gleich ab wie im Home Office.“

Wichtig ist, die Touchpoints zum eigenen Team nicht zu verlieren, wenn man neben der Arbeit die Welt bereist. Auch hier nennt Nik Planung als Stichwort: „Bei der Kommunikation kommt es auf die konsequente Organisation an. Man muss neben geplanten Meetings Wege finden, wie auch spontane Austausche stattfinden können, wenn kurzfristige Themen aufkommen.“

Egal, wie man die Welt bereisen möchte – die Mischung aus Flexibilität und gut durchdachter Planung macht den Lifestyle des Digitalen Nomaden aus. Mit Urlaub am Strand und gelegentlichem E-Mail-Austausch hat das nicht mehr viel zu tun. Aber Nik hat viel für die Zukunft gelernt und möchte es erneut wagen. „Mit ein bisschen mehr Vorlaufzeit und Planung könnte ich mir diesen Lebensstil auch längerfristig vorstellen.“

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